Das wissende Bild: Selbstständige Nachwuchsgruppe am Kunsthistorischen Institut in Florenz Max-Planck-Institut

Das wissende Bild: Selbstständige Nachwuchsgruppe am Kunsthistorischen Institut in Florenz

Funktionen

Programm (13.06.2006 - 07.09.2010)

11. Oktober 2009 bis 10. Januar 2010

„An den Wassern Babylons saßen wir" Figurationen der Sehnsucht in der Malerei der Romantik. Ferdinand Olivier und Eduard Bendemann

Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck - 11. Oktober 2009 bis 10. Januar 2010
in Kooperation mit der Max-Planck-Research-Group „Das wissende Bild. Epistemologische Grundlagen profaner Bildlichkeit vom 15. bis 19. Jahrhundert" am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut

Um 1830 entdeckten zwei Maler, Eduard Bendemann (1811-1889) und Ferdinand Olivier (1785-1841) fast zeitgleich das Thema der trauernden Juden im babylonischen Exil. Die im Psalm 137 des Alten Testaments wiedergegebene Klage „An den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten" traf den elegischen Grundton der Zeit. Sie rief zum einen die politisch brisante Frage der E. Bendemann: Die trauernden Juden im Exil, 1832 E. Bendemann: Die trauernden Juden
im Exil, 1832
jüdischen Emanzipation auf, veranschaulichte jedoch zugleich die Sehnsucht des deutschen Bürgertums nach nationaler Einheit. In der Tradition nazarenischer Kunst verbirgt sich hinter der ersehnten Rückkehr nach Jerusalem jedoch auch das himmlische Jerusalem und damit ein christlich-heilsgeschichtlicher Aspekt.

Ferdinand Olivier wählte für sein Gemälde "Landschaft mit trauernden Juden" eine klassische Ideallandschaft, in der er das Bildpersonal staffageartig integrierte. Eduard Bendemann schuf mit seinem Frühwerk "Die trauernden Juden im Exil" hingegen eine figürliche Allegorie und stellte die trauernden Menschen in den Vordergrund seines elegischen Stimmungsbildes. Die Ausstellung bringt beide Gemälde in einen Dialog miteinander und offenbart im Zusammenhang mit Entwürfen und Vergleichswerken ihre ganz unterschiedlichen Bildkonzepte. Olivier griff in seinem Spätwerk auf klassische Landschaftskonzepte zurück, wie sie etwa Joseph Anton Koch in seinem epochalen Werk „Dankopfer Noahs" von 1803 etablierte, das als Leihgabe aus dem Frankfurter Städel Museum in der Ausstellung zu sehen ist. Eduard Bendemann steht als Schüler Wilhelm Schadows in der Nachfolge der Nazarener. Deren Einfluss auf Bendemanns Malerei verdeutlichen u. a. die Wandgemälde, die Friedrich Overbeck gemeinsam mit Philipp Olivier: Die Trauernden JudenOlivier: Die Trauernden JudenVeit, Peter von Cornelius und Wilhelm Schadow für die Casa Bartholdy in Rom schuf. Sie können durch die entsprechenden Aquarellwiederholungen aus der Nationalgalerie Berlin in der Ausstellung präsentiert werden. Das Thema des Vergleichs verfolgt die Ausstellung in einer konzentrierten Auswahl von etwa 50 Exponaten mit folgenden Gegenüberstellungen: Bendemann und Olivier, Landschaft und Figur, Malerei und Zeichnung, Früh- und Spätwerk, Trauer und Hoffnung. Die Verbindung von Wissenschaft und Schaulust, von Erkenntnisgewinn und Anschaulichkeit ist erklärtes Ziel des Ausstellungskonzepts.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Michael Imhof Verlag in Kooperation mit der Max-Planck-Research-Group „Das wissende Bild. Epistemologische Grundlagen profaner Bildlichkeit vom 15. bis 19. Jahrhundert" am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut, mit Beiträgen von Alexander Bastek, Nicole Brandmüller, Cordula Grewe und Michael Thimann.

 

24. September 2009 bis 26. September 2009

Cesare Ripa und die Begriffsbilder der Frühen Neuzeit

(Heidelberg, Ruprecht-Karls-Universität, 25./26. September 2009; in Kooperation mit den Transcultural Studies, Forschergruppe Prinzip ‚Personifikation'. Visuelle Intelligenz und epistemische Tradition, 1300-1800, Leiterin: Dr. Cornelia Logemann)

Cesare Ripa: CapriccioCesare Ripa: CapriccioUm eine berühmtes Wort von Gottfried Benn abzuwandeln, könnte man Cesare Ripa als zentrales „Durchkreuzungs- und Ausstrahlungsphänomen" für die Bilddebatten der Frühen Neuzeit beschreiben. Im Hinblick auf den älteren Allegoriediskurs und seine bildlichen Traditionen liefert Ripa mit seiner Iconologia (1593; illustriert ab 1603) erstmals den Versuch einer Systematisierung von Personifikationen, der er zugleich eine veritable Theorie des Bildermachens selbst beigibt. Die Tatsache also, daß sich bei dem vielseitigen, auch im geistlichen Umfeld wirkenden Intellektuellen Ripa bildpraktische Ansprüche mit einer differenzierten theoretischen Reflexion verbinden, macht seine Iconologia zu einem Schlüsselwerk der Bilddiskurse in der Neuzeit. Ohne Frage geht es Ripa nicht nur um die Sammlung und Ordnung des vorhandenen Wissens über Personifikationen und allegorische Darstellungen, sondern auch um eine Systematisierung dieses Wissensgebiets im Medium des gedruckten und später auch illustrierten Buches. Gerade die ubiquitäre Verfügbarkeit, die sich in zahlreichen Neuauflagen, Übersetzungen, Bearbeitungen und Umformungen bis in das 19. Jahrhundert niederschlägt, macht die Iconologia zu dem wohl einflußreichsten Bildtext der Frühen Neuzeit. Diese Bedeutung Ripas ist allgemein akzeptiert, doch verwundert, wie gering der bisher geleistete Forschungsaufwand ist, seine epochale invenzione einer Bildenzyklopädie der Personifikationen wissensgeschichtlich, poetologisch und bildtheoretisch zu untersuchen. Gewürdigt wurde die Iconologia daher offenbar auch überwiegend als Nachschlagewerk - weder mögliche Vorläufer noch Parallelerscheinungen sind bisher für die Kontextualisierung von Ripas Werk in Betracht gezogen worden. Entscheidende Impulse für eine systematische Behandlung des Problems kamen hier, wie so oft, in jüngerer Zeit nicht aus der Kunstgeschichte, sondern aus den Literaturwissenschaften (vgl. etwa Peter-André Alt: Begriffsbilder. Studien zur literarischen Allegorie zwischen Opitz und Schiller, Tübingen 1995 (= Studien zur deutschen Literatur; 131).

Dabei bietet Ripas Iconologia über die rein kunsthistorischen und antiquarisch-archäologischen Probleme hinaus, die das Buch selbst in sich birgt, zahlreiche Anknüpfungspunkte für anthropologische Fragestellungen, die die Form und Funktion von Bildern in der visuellen Kultur der europäischen Neuzeit betreffen. Hier steht die Frage nach dem Bild des Menschen im Vordergrund: Wie gelingt es Ripa theoretisch und praktisch, abstrakte Begriffe in anthropomorpher Gestalt zu visualisieren? Und warum ist ihm das Bild des Menschen dabei unverzichtbar - ist dies als eine Form visueller Kontingenzbewältigung zu deuten, indem der stetig anwachsende Vorrat an Zeichen und Symbolen durch Personifikationen neu verortet werden konnte? Warum wird die Dingwelt - im Gegensatz zu den Emblem- und Impresentheorien der Frühen Neuzeit - bei Ripa explizit zum Attribut anthropomorpher Repräsentationen degradiert? Berührt Ripas Bildtheorie in ihrer Anthropozentrik Grundfragen der europäischen Bildkultur, die erst die Moderne mit ihrer Inszenierung eines radikalen Bruches zunächst nach 1800, dann aber vor allem im 20. Jahrhundert obsolet gemacht hat?

Cesare Ripa: BellezzaCesare Ripa: BellezzaDie Tagung möchte die Beiträge zu Problemen von Personifikation und Allegorie ganz bewußt um den zentralen Fokus Cesare Ripa herum gruppieren, denn Ripa reflektiert seinerseits ältere Traditionen von Begriffsbildern und bildtheoretischen Konzepten, andererseits erweitert er - als Zukunftsperspektive - den allegorischen Bildbestand mit seiner Technik des bildlichen Definierens ins Unendliche. Damit mag er zugleich die Auflösungserscheinungen des Darstellungsprinzips Personifikation bedingen, erlaubte die von ihm geleistete Erfindungsarbeit doch nachfolgenden Generationen einen unmittelbaren Zugriff auf bereitstehende Bildformen, die nun mittels Kombination verwertet werden konnten. Zugleich hat Ripa mit seinen Begriffsbildern die entscheidende Fährte für die ikonologische Interpretation in der Kunstgeschichte gelegt, die erst jüngere Ansätze zum Problem der Repräsentation, z. B. Louis Marins Poussin-Lektüren, grundsätzlich kritisch hinterfragt haben. Die Beschäftigung mit Ripa ist also immer auch die Beschäftigung mit dem eigenen Standpunkt als Kunsthistoriker, dem Bild rational und diskursiv faßbare Botschaften und Bedeutungen entlocken zu wollen.

Folgende thematische Komplexe bieten sich für Referate und Diskussionsbeiträge an:

  1. Cesare Ripa - Person und Kontext: Neue biographische Evidenz? Ripas Verhältnis zur Bilddebatte der katholischen Reform, seine Verortung im geistlichen Umfeld und als Gelehrter; War die Iconologia ein päpstliches Auftragswerk? etc.
  2. Ripas Theorie des Bildes: Der aristotelische Akt des Definierens; Bild und Wirklichkeit: Ripas Auffassung von der Naturnachahmung; die Frage nach der Angemessenheit und damit Wirksamkeit von Symbolen, Bildliche Kombinatorik: Ein Prinzip barocker Bild- und Kunsttheorie; Anthropozentrik als Grundproblem des vormodernen Bildes in Europa - Traditionen und Grenzen.
  3. Ripa und die Bildpraxis der Frühen Neuzeit: Die Illustrationen der Iconologia; Die Iconologia als Bildenzyklopädie - Alphabet und Ordnung; Ripas Spur: Übersetzungen, Bearbeitungen, Kommentare etc.; Eine allegorische Wende im Historienbild des 17. Jahrhunderts? Die longue durée von Ripas Bilderfindungen (z.B. um 1800); Winckelmanns Ripa-Kritik und der Versuch einer Allegorie (1766)

 

 

09. Juli 2009 bis 10. Juli 2009

Della bella linea. Graphische Bravour und epistemische Praxis im Werk von Stefano della Bella (1610-1664)

Della Bella: Frontispiz zu Opere di GalileoDella Bella: Galilei, Opere (1656)

Tagung in Verbindung mit dem Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle am Warburg-Haus, Hamburg, 9.-10. Juli 2009.

Der bevorstehende 400. Geburtstag von Stefano della Bella (1610-1664) ist Anlaß, das facettenreiche Werk dieses innovativen Zeichners und Radierers mit Blick auf die Generierung, Repräsentation und Tradierung von Wissen neu zu befragen. Neben Aspekten der epistemischen Praxis soll dabei das Verhältnis von Handzeichnung und Druckgraphik, von ungebundenem Linienspiel und dessen Disziplinierung, von dokumentarischer Treue und malerischem Effekt untersucht werden. Denn sowohl wegen der intellektuelle Neugier verratenden Bandbreite seiner Bildmotive als auch durch deren technisch anspruchsvolle Umsetzung erweist sich Della Bella als einer der bedeutendsten Impulsgeber der europäischen Graphik des 17. Jahrhunderts. Aus einer Florentiner Künstlerfamilie stammend, wirkte er längere Zeit in Rom (1633-37, 1656) und Paris (1639-50), ausgedehnte Reisen führten ihn u. a. quer durch Italien und Frankreich, in die Niederlande und bis nach Ägypten. Seine Seefahrt im östlichen Mittelmeer erbrachte einen außergewöhnlichen gezeichneten Augenzeugenbericht von den Gefechten französischer und osmanischer Flottenverbände. Nicht weniger faszinierend sind die zahllosen Arbeiten für den Medici-Hof seiner Heimatstadt, darunter Szenen- und Kostümentwürfe für Schauspiel-, Ballett- und Opernaufführungen, Bankette und Begräbnisfeierlichkeiten. Für die Analyse der epistemischen Funktionen seiner Zeichnungen sind ferner die Natur- und Kostümstudien, Stadtansichten und Schlachtendarstellungen von besonderem Interesse. Einblicke in Della Bellas Leseverhalten versprechen die diversen radierten Della Bella: Toter-ElefantDella Bella: Toter-ElefantTitelblätter, seine Illustrationen eines pyrotechnischen Traktates sowie der Umstand, daß er schon als Zwanzigjähriger Leonardos Malereitraktat kopiert und mit Illustrationen und Erläuterungen versehen hat.

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle verfügt über Klebebände mit mehreren hundert Zeichnungen Stefano della Bellas - ein in Umfang und Qualität einzigartiger Bestand mit breitem Themenspektrum, der jüngst von David Klemm monographisch erschlossen wurde. Der demnächst erscheinende Katalog soll im Rahmen der Tagung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Darüber hinaus ist daran gedacht, die Originale bei einem gemeinsamen Besuch im Kupferstichkabinett mit den eingeladenen Della Bella-Experten zu diskutieren. Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, über eine Auseinandersetzung mit diesem noch wenig bekannten Material produktionsästhetische und wissensgeschichtliche Fragestellungen miteinander zu verknüpfen, um der Della-Bella-Forschung neue Impulse zu geben.

Kontakt: Heiko Damm

 

17. Juni 2009

Thomas Leinkauf: Seelengrund und Bildgrund (ausgehend von Leibniz)

Ort: Florenz KHI, Casa Zuccari, Sala terrena.

Beginn: 18 Uhr

16. April 2009 bis 19. April 2009

Intersections Colloquium on: Blood, Sweat And Tears. The Changing Concepts Of Physiology From Antiquity Into Early Modern Europe

  • Netherlands Institute For Advanced Study in the Humanities and Social Sciences
  • Max Planck Research Group, Kunsthistorisches Institut Max Planck-Institut Florence
  • This colloquium is organised under the Aegis of the Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences (KNAW)
    and with support of Stichting Historia Medicinae (Amsterdam) and the Thijssen-Schoute Stichting (Utrecht)

Academic Committee:

  • Manfred Horstmanshoff (Universiteit Leiden / NIAS)
  • Helen King (University of Reading)
  • Claus Zittel (Kunsthistorisches Institut Max Planck-Institut Florence)
  • Karl Enenkel (Universiteit Leiden / NIAS / Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences)

More information and programme:

 http://www.nias.knaw.nl/en/lectures_and_conferences/

To attend: please write to Mrs. Eline van der Ploeg E.v.d.Ploeg@nias.knaw.nl
For all further information:
Prof. Manfred Horstmanshoff NIAS
Meijboomlaan 1, 2242 PR Wassenaar, The Netherlands
Telephone: +31-70-512 27 00; Telefax: +31-70-511 71 62
E-mail:  h.f.j.horstmanshoff@nias.knaw.nl

19. März 2009 bis 21. März 2009

Götter-Bilder / Götzen-Bilder. Die Arbeit am Mythos als europäisches Projekt der Frühen Neuzeit

Arbeitsgespräch am KHI (MPI), Florenz, Via Giuseppe Giusti 44, 50121 Firenze

Teilnehmer:
Dieter Blume (Jena); Frank Büttner (München); Heiko Damm (Florenz); Semjon A. Dreiling (München); Ulrike Eydinger (Florenz); Ralph Häfner (Tübingen); Fabian Jonietz (München); Elisabeth Klecker (Wien); Ulrich Pfisterer (München); Michael Thimann (Florenz/Zürich); Anka Ziefer (Pisa)

Downloads:

 

11. Dezember 2008

Harsdörffers 'Kunstverständige Discurse'

Harsdörffers ‚Kunstverständige Discurse’

 

 

Michael Thimann: „Von der edlen Mahlerey“. Harsdörffers Malerei-Traktat

 

Heiko Damm: Die Spur Michelangelos in Harsdörffers’ Malerei-Traktat.

 

Anna Schreurs: Sandrarts ikonographische "Spielereien"

 

 

Hole Rößler: "Vielfacher Bildsinn. Harsdörffers Emblematisierung

der Sonnenflecken zwischen Wissenschaftspopularisierung und Erkenntniskritik

 

Berthold Heinecke: Georg Philipp Harsdörffer und die Artes Mechanicae.

 

Volker Scherliess: Musikinstrumente bei Harsdörffer

 

 

Hans-Gert Roloff: Harsdörffers Rezeption der Hofmanns-Literatur

 

Claus Zittel: Kriegs- und Liebesrhetorik in Harsdörffers "Japeta"

 

Wolfgang Neuber: Harsdörffers Gespenster

 

25. September 2008 bis 27. September 2008

Urbs Incensa. Ästhetische Transformationen der brennenden Stadt in der Frühen Neuzeit

Stadtbrände gehören zu den eindringlichsten Erfahrungen der Gefährdung und Fragilität der materiellen und auch ideellen Grundlagen menschlicher Existenz. Es ist daher kaum verwunderlich, dass Brandkatastrophen seit der Antike ein wichtiges Motiv der Künste darstellen, in dem sich ebenso kollektive Ängste und religiöse Anschauungen wie ästhetische Haltungen spiegeln. Die in den literarischen, bildlichen und dramatischen Werken sich ausdrückenden Wahrnehmungsweisen - von der göttlichen Strafe bis zum erhabenen Spektakel - geben dabei immer auch Auskunft über die jeweilige Selbstpositionierung des Menschen gegenüber den zerstörerischen Elementarkräften.

Mit den legendären Zerstörungen von Sodom und Gomorrha, Troja und Rom gehören Stadtbrände zum imagologischen Grundbestand der europäischen Kulturen, an dem die Darstellungen realer Ereignisse wie etwa des großen Feuers von London im Jahre 1666 ihre gestalterischen Vorgaben und ihren dramaturgischen Maßstab finden. So greifen gelehrte Autoren wie Erasmus von Rotterdam in ihren Schriften immer wieder auf die Topoi antiker oder biblischer Brände zurück, variieren diese aber zugleich auf bedeutsame Weise. Maler und Kunsttheoretiker wie Cristoforo Sorte, Gian Paolo Lomazzo oder Carel van Mander distanzieren sich zunehmend von klassischen Interpretationsvorgaben und sehen im Ereignis immer auch die Möglichkeit zum künstlerischen Bravourstück.

An diesem Spannungsverhältnis von Tradition und Innovation als Folge katastrophischer Ereignisse wird die Tagung ansetzen. Anhand seiner künstlerischen Transformationen in der Frühen Neuzeit sollen die politischen, religiösen, sozialen, ökonomischen, medialen und ästhetischen Dimensionen der Wahrnehmung des Stadtbrandes untersucht werden. Damit rückt nicht zuletzt das jeweilige Wechselverhältnis von Realereignis und den Möglichkeiten und Zielsetzungen seiner „Sichtbarmachung" innerhalb einer historischen Formation in den Blick. Gefragt wird also nach den „Bildern", die sich eine Kultur von der realen, befürchteten und fiktiven Zerstörung des urbanen Lebensraumes macht und welche Sinnstiftungsstrategien den jeweiligen Formen der Darstellung zugrunde liegen. Von welchen Strategien des Umgangs und der Bewältigung von Kontingenz und Gewalt der Katastrophe zeugen ihre poetischen, ikonischen und dramatischen Umsetzungen nicht zuletzt auch im Vergleich mit amtlichen Stellungnahmen und privaten Aufzeichnungen? In welchem Wechselverhältnis stehen militärische, kriminelle, fahrlässige, natürliche oder übernatürliche Ursachen des Stadtbrandes zu kanonischen Deutungsangeboten?

Das Ziel dieser Tagung ist, Stadtbrände als kulturhistorisch bedeutsame Phänomene zu begreifen, an deren ästhetischen Transformationen sich die relevanten Wahrnehmungs- und Darstellungsweisen einer Zeit in herausragender Weise niederschlagen.

Die Tagung Urbs incensa bildet den Auftakt einer vierteiligen Veranstaltungsreihe zum Thema Zerstörerische Elemente. Zur Wahrnehmung und Darstellung der Katastrophe vor 1800. Die folgenden Tagungen werden sich der kulturellen Wahrnehmung von Erdbeben und Vulkanausbrüchen, Überflutungen sowie Stürmen und Unwettern widmen.

Veranstalter:

  • Max Planck Research Group „Das wissende Bild. Epistemologische Grundlagen profaner Bildlichkeit vom 15.-19. Jahrhundert".Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut
  • SNF-Forschungsprojekt „Von der Präsentation zum Wissen. Athanasius Kircher und die Sichtbarmachung der Welt". Universität Luzern, Historisches Seminar

Veranstaltungsort:

Organisation:

  • Vera Fionie Koppenleitner (koppenleitner@khi.fi.it), Hole Rößler (hole.roessler@unilu.ch), Michael Thimann (thimann@khi.fi.it)

Programm

Donnerstag, 25. September

  • Michael Thimann (Florenz) / Lucas Burkart (Luzern): Begrüßung
  • Franz Mauelshagen (Zürich): Das Spiel mit dem Feuer. Die frühneuzeitliche Stadt als Gefahrenzone
  • Marie Luisa Allemeyer (Göttingen): „Wenn der liebe Gott einen Hauss Wirth mit Feuers Brunst heimsucht." Zur Deutung und Darstellung von Stadtbränden in obrigkeitlichen, technischen und genossenschaftlichen Schriften der Frühen Neuzeit
  • Christof Baier (Berlin): „verjuengt und verschoent aus ihrer Asche". Die ‚professionelle' Wahrnehmung des Stadtbrands durch die preußische Bürokratie im 18. Jahrhundert
  • Cornerl Zwierlein (Bochum): Die Alltäglichkeit der Großbrandgefahr und die Bedeutung visueller Affektsteuerung in der Geschichte von Brandwahrnehmung und Brandbekämpfung
  • Werner Busch (Berlin): Turner und der Brand des Londoner Parlaments (Abendvortrag)

Freitag, 26. September

  • Vera Fionie Koppenleitner (Florenz): Etiam periere Ruinae. Realereignis und Bildtradition in Stadtbranddarstellungen der Frühen Neuzeit am Beispiel des Großen Brands von London 1666
  • Hana Gründler (Florenz): „Ardentissimo fuoco" und „timor della morte". Raffaels Borgobrand und andere Katastrophen in Vasaris ‚Vite'
  • Martin Papenbrock (Karlsruhe): Das „Brennende Troja" in den Bildern von Pieter Schoubroeck. Zur Revision des Vaterlandsbegriffs in Kunst und Philosophie um 1600
  • Susan Donahue Kuretsky (Poughkeepsie, NY): Saving Amsterdam: Jan van der Heyden (1637-1712) and the Art of Firefighting
  • Jörg Trempler (Florenz): Pierre-Jacques Antoine Volaires ‚Brennender Palast in Rom' von 1769
  • Heiner Krellig (Venedig): Francesco Guardi. Der Brand im Öllager von San Marcuola, Venedig 1789
  • Jörg Jochen Berns (Marburg): Feuerwerk und Feuerwehr. Techniken der Inszenierung und Domestikation von Stadtbränden in der Frühen Neuzeit (Abendvortrag)

Samstag, 27. September

  • Hole Rößler (Luzern): Theaterbrände. Brennende Architektur auf den Bühnen der Frühen Neuzeit
  • Volker Scherliess (Lübeck): „Il campidoglio è acceso" oder: Musikalisches Feuer. Zu einigen Opern des 17. und 18. Jahrhunderts
  • Christoph Heyl (Frankfurt a.M.): God's Terrible Voice in the Citty. Anmerkungen zur Rezeption des Great Fire of London (1666)
  • Marian Füssel (Giessen): Zwischen Schauspiel und Information. Zur Visualisierung von brennenden Städten im Siebenjährigen Krieg

23. Mai 2008

Physiognomik um 1800: Erzählung - Bild - Wissenschaft

Studientag am Kunsthistorischen Institut in Florenz.

Programm:

  • Heiko Damm (Florenz): Einführung
  • Gudrun Swoboda (Wien): Linien sammeln, Linien lesen. Lavaters physiognomisches Kabinett in Wien
  • Stephan Pabst (Jena): Die Zeichen der Zeit. Zum Verhältnis von Erzählung, Bild und Wissenschaft in der Physiognomik des 18. Jahrhunderts
  • Michael Thimann (Florenz): Anfang und Ende des Gesichts. Zu Physiognomik und Gesichtlichkeit bei den Nazarenern

27. März 2008

In Bildern denken. Zur Funktion frühneuzeitlicher Emblematik und Mnemonik

Vortrag von Prof. Dr. Ursula Kocher (Freie Universität Berlin).

10. März 2008

Sculpted Memory: Lessing's Laocoon and the Matter of Perspective

 Vortrag von Prof. Nicholas Rennie (Rutgers University).

07. März 2008

Der Bildbegriff bei Cusanus

Workshop mit Prof. Dr. Thomas Leinkauf (Universität Münster) am 7. März 2008

21. Januar 2008

"Torniamo all'antico e sarà un progresso". Zu einem Bild (Satira: il gambero, 1887) von Luigi Mussini

Vortrag von Prof. Dr. Volker Scherliess (Musikhochschule Lübeck).

23. November 2007 bis 24. Februar 2008

Disegno. Der Zeichner im Bild der Frühen Neuzeit

Die Maler und Graphiker, Architekten und Bildhauer, Naturforscher und Designer der Renaissance beginnen, den Kunstcharakter ihrer Werke zu reflektieren. Dabei werden das Zeichnen als Aktivität, der Prozess zwischen Hirn und Hand, und die Zeichnung als offenes, entwicklungsfähiges Produkt und wesentliches Instrument der Erkenntnis thematisiert. Die Ausstellung des Berliner Kupferstichkabinetts und das aus ihrem Anlaß erscheinende Katalogbuch suchen in Konzentration auf die Darstellung des Zeichners nach den Ursprüngen und der Genese des Künstler-Ichs. Kostbare Zeichnungen der Renaissance von Maso Finiguerra und Marten van Heemskerck bis zu Annibale Carracci sowie einschlägige druck- und buchgraphische Werke des 16. Jahrhunderts bis hin zu späteren Varianten des Themas in der holländischen Kunst der Zeit Rembrandts gruppieren sich um ein zentrales Werk: die »Große Ansicht von Florenz« des Berliner Kupferstichkabinetts, ein weltweit nur in einem einzigen Exemplar erhaltener Monumentalholzschnitt, der unter dem Namen »Kettenplan« berühmt wurde. Auf dieser 1485/1510 entstandenen Druckgraphik erscheint erstmals der Künstler als Schöpfer seines Werkes im Bilde selbst - und zwar programmatisch als entwerfender Zeichner. Der von Lucantonio degli Uberti nach einem Kupferstich Francesco Rossellis gefertigte Holzschnitt stellt Florenz, die wichtige Kunst-, Wirtschafts- und Finanzmetropole der Frühen Neuzeit, als komplexes Gefüge in perspektivischer Einheit aus der Vogelschau dar - ein Meilenstein in der Entwicklung unserer Fähigkeiten der Wahrnehmung und Gestaltung.
Federico Zuccari: Der Zeichner Taddeo ZuccariFederico Zuccari: Der Zeichner Taddeo ZuccariInsgesamt werden in der Ausstellung 56 Arbeiten gezeigt, die im Katalog durch Essays und wissenschaftliche Beschreibungen in ihrem intellektuellen Entstehungskontext erschlossen werden. Dabei sind nicht nur Fragen der Topographie von Interesse. Auch die Selbstdarstellung des Künstlers, die Zeichenmaschinen von Albrecht Dürer und Lodovico Cigoli, dem Freund Galileo Galileis, und die virtuosen zeichnerischen Natur- und Antikenstudien der Renaissance werden eingehend gewürdigt. „Disegno" bezeichnet in der Kunsttheorie der Renaissance zudem mehr als die materielle Zeichnung. Die universale Fähigkeit des neuzeitlichen Künstlers zu Entwurf und Nachahmung, zu „Idea" und „operazione di mano" ist in diesem Schlüsselbegriff für das frühmoderne Denken aufgehoben. Die multiple Bedeutung von „Disegno" als Bild im Kopf des Künstlers, als gestaltendes Vermögen seiner Hand und als Produkt beider Talente, d.h. als eigenes Werk, wird schon früh in Texten zur Kunst erkannt und beschrieben.
Das Projekt ist das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Selbständigen Nachwuchsgruppe »Das wissende Bild. Epistemologische Grundlagen profaner Bildlichkeit vom 15. bis 19. Jahrhundert«, die seit 2006 am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut angesiedelt ist. Im interdisziplinären Austausch von Kunstgeschichte und Philosophie untersucht sie die wissensgeschichtlichen Grundlagen des neuzeitlichen Bildes. Der Schwerpunkt liegt auf den profanen Bildthemen (Naturphilosophie und Mythologie), wobei die moderne Künstlerselbstdarstellung eine Schlüsselrolle einnimmt. Das Berliner Kupferstichkabinett zählt mit 110.000 Zeichnungen, Aquarellen, Pastellen und Ölskizzen, rund 540.000 Graphiken und zahlreichen bebilderten Büchern zu den größten Kunstmuseen in Deutschland. International gehört es zu den vier bedeutendsten Forschungseinrichtungen seiner Art. Die Sammlung umspannt 1000 Jahre Kunst-, Kultur- und Mediengeschichte. Sie reicht von mittelalterlichen Handschriften bis zur Kunst der Gegenwart.

Katalog: Disegno. Der Zeichner im Bild der Frühen Neuzeit, hg. von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Michael Thimann, mit Heiko Damm und Ulf Sölter, Berlin/München: Deutscher Kunstverlag, 2007, 200 Seiten mit ca. 51 farbigen und ca. 40 schwarzweißen Abbildungen, 22 x 28 cm, Klappenbroschur, ISBN: 978-3-422-06774-5,  29,90 € [D]

 

15. November 2007

Bild-Symbol, Geometrie und Methode: Philosophische Implikationen der frühneuzeitlichen Textillustration

Arbeitsgespräch mit Prof. Dr. Thomas Leinkauf (Universität Münster).

08. Oktober 2007

Der Maler im Pantoffel. Markierung und Textur in Tizians "Vergewaltigung der Lucretia" (1571)

Vortrag von Dr. Karin Gludovatz (Freie Universität Berlin).

30. August 2007 bis 31. August 2007

Nachwuchsförderungstagung: Kulturwissenschaftliche Projekte (Claus Zittel)

Eine Kooperation der NWG mit dem Institut für England- und Amerikastudien, dem Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit - SFB/FK 435 Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt a. M., 30.-31. August 2007

Programm:
Donnerstag, 30. August 2007

  • Hana Gründler (Florenz): Die Wege des Saturn. Vasari und die Melancholie
  • Judith Kerry (Berlin): Adorno und die Psychoanalyse
  • Vera Koppenleitner (Florenz): Katastrophenbilder. Zur Darstellung von Katastrophen als Elementarereignisse in der Kunst des 17. Jahrhunderts
  • Jörn Münkner (Berlin): Papierräume. Imagination und Navigation in frühneuzeitlichen Einblattmedien

Freitag, 31. August 2007

  • Michael Ott (Frankfurt am Main): Genealogisches Erzählen. Spielregeln der Narration in Prosaromanen des 15. und 16. Jahrhunderts
  • Carmen Stirnweis (Berlin): Inspiration und Konstruktion - Eine Untersuchung der mystischen und systemisch-spekulativen Sprachgestaltung in Jakob Böhmes Theosophie
  • Yigit Topkaya (Basel): "Türkengewalt" und "Türkenmoral" am Oberrhein/ Süddeutschland: von der Eroberung Konstantinopels bis zur ersten Belagerung Wiens

Die Veranstaltung findet auch an folgenden Tagen statt:

24. Juni 2007

Das Verhältnis von Text und Bild in Petrarcas Buch Von der Artzney bayder Glueck (1532)

Vortrag von Prof. Dr. Karl Enenkel (Universität Leiden, NL).
Respondent: Dr. des. Wolf Dietrich Löhr (Freie Universität Berlin).

12. Juni 2007

Alfonso Chacón e le gallerie dei ritratti nell'età della Controriforma

Vortrag von Prof. Dr. Ingo Herklotz (Philips-Universität Marburg / Bibliotheca Hertziana, Rom).

05. Juni 2007

Malen als Metapher im Denken der Renaissance

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Leinkauf (Universität Münster).

29. Mai 2007

On Closer Inspection: The Interrogation of Paolo Veronese

Vortrag von Dr. Edward Grasman (Universität Leiden, NL) .
Respondent: Dr. Benjamin Paul (Rutgers University).

24. Mai 2007

La luce dell sole - La luce dell'occhio tuo. Cennino Cennini e la pratica del disegno attorno a 1400

Vorträge von Dr. Lorenza Melli (Kunsthistorisches Institut, Florenz) und Dr. des. Wolf Dietrich Löhr (Freie Universität Berlin).
Respondent: Dr. Stefan Weppelmann (SMPK Berlin, Gemäldegalerie).

27. März 2007

Picturas Schlaf und Erwachen. Vorstellungen vom Neuanfang der Malerei um 1600

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Pfisterer (LMU München).

21. Februar 2007

Caravaggio als Maler des modernen Lebens: Überlegungen zu Michelangelo Merisis Junge von einer Eidechse gebissen

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Müller (TU Dresden / Bibliotheca Hertziana Rom).

26. Oktober 2006 bis 27. Oktober 2006

Empirie und Manier: Humanistisches Zeichnen in der Frühen Neuzeit / Experience and Manner: Humanists as Draftsmen in Early Modern Europe

International Association of Word and Image Studies (IAWIS/AIERTI) Focus Conference in Kooperation der NWG mit dem Kunsthistorischen Italienkolloquium der FU Berlin sowie Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin und Kulturforum der SMPK Berlin, 26.-27. Oktober 2006

Programm:
Donnerstag, 26. Oktober 2006

  • Wolf-Dietrich Löhr (Berlin), Michael Thimann (Berlin/Florenz): Einführung

I. Sektion: Linie - line. Abschweifung/Konkretisierung - digression/definition

  • Wolf-Dietrich Löhr (Berlin): Bemerkungen am Rande: Haken, Ösen und Schlaufen als Arbeit am Text
  • Caspar Pearson (Rom): Philosophy Defeated. Drawing and Truth in the Writings of Leon Battista Alberti
  • Ulrich Pfisterer (München): Die Sprachlosigkeit der Antiquare - Zu den Anfängen archäologischer Dokumentation
  • Ulrike Eydinger (Berlin): Die römischen Zeichnungen des Girolamo da Carpi: Ein Spiel mit der Antike?
  • Hole Rößler (Berlin): Zeichnen vor dem Instrument. Zum Einfluß humanistischer Zeichenpraktiken auf die
  • wissenschaftliche Bildproduktion der Frühe Neuzeit
  • Henning Wrede (Berlin): Die Sinnlichkeit der Antike um 1600 (Abendvortrag)

Freitag, 27. Oktober 2006
Betrachtung von Originalen im Studiensaal des Kupferstichkabinetts

  • Tatjana Bartsch (Berlin): Mit den Antiquitates urbis durch Rom? Überlegungen zu möglichen Quellen und Anregungen für Marten van Heemskercks römisches Itinerar

II. Sektion: Bild - image. Rekonstruktion/Imagination - reconstruction/imagination

  • Peter Seiler (Berlin): Pisanellos taccuino di viaggio: Bildfindung zwischen Nachzeichnung und Erfindung
  • 14.15 Thomas Hensel (Köln): Albrecht Dürers „Traumgesicht". Ein Bildakt zwischen apokalyptischem Traumnotat und experimenteller Kunsttheorie
  • 15.00 Ellen Prokop (New York): Hieroglyphs of Salvation: Fray Juan Ricci sketches the Divine

Bildbetrachtung in der Gemäldegalerie zum Thema „Zeichnen"
III. Sektion: Buch - book. Archiv/Analyse - archive/analysis

  • Michael Thimann (Berlin /Florenz): Enzyklopädische Großprojekte zeichnender Humanisten (Jacopo Strada, Jean Jacques Boissard, Melchior Lorck, Pirro Ligorio)
  • Margaret Daly Davis (Florenz): Zeichnen um zu sehen: Martin Smet und die wissenschaftliche Aufnahme der Antiken
  • Vera E. Keller (Princeton): Contemplating the album amicorum Drawing: Joachim Morsius and the Production of Knowledge
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